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22.11.2019


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Übung mit dem Forstamt Neuhäusel: Rettung im Wald:


Übungsnachbesprechung am Rettungspunkt 5612-202 (Schild links im Bild)

Im Vorfeld dieser Übung war das Forstamt Neuhäusel an die Rettungsleitstelle Montabaur und den DRK Ortsverein Augst herangetreten und hat angefragt, ob eine gemeinsame Übung "Rettung im Wald" möglich sein.

Landesforsten Rheinland-Pfalz hat vor mehr als 15 Jahren durch Einrichtung von Rettungspunkten im Wald als erstes Bundesland flächendeckend ein betriebliches Rettungssystem (die sogenannte Rettungskette-Forst) aufgebaut. Die Rettungspunkte dienen bei Unfällen im Wald als Anfahrpunkte für Rettungskräfte. Zu erkennen sind die Rettungspunkte durch grüne Schilder im Wald, die sich nach Möglichkeit an ganzjährig befahrbaren Wegen befinden:

Die Nummernkombination auf den Schildern gibt die Kartennummer (hier Blatt 5612) und den Rettungspunkt (hier 202) an.

Die Rettungspunkte sind in den "Rettungskarten Rheinland Pfalz", herausgegeben von Landesforsten RLP, verzeichnet.
Zusätzlich gibt es mehrere Apps für Smartphones (z.B. die App "Hilfe im Wald") und GPS-Navigationsgeräte die ebenfalls die Rettungspunkte beinhalten.

Alle Forstbehörden, Rettungskräfte und Rettungsleitstellen in Rheinland Pfalz haben Zugriff auf diese Karten.
Alle DRK Helfer werden im Rahmen der Helfer-Grundausbildung auf die Rettungskarte Forst geschult.


Ausschnit aus der Rettungskarte 5612

Arbeitsschutzvorschriften für Waldarbeiter verlangen, dass vor Arbeitsbeginn der nächstgelegene Rettungspunkt und die Notrufnummer auf einem Formular notiert werden.
Kommt es zu einem Unfall oder allgemein zu einem Notfall im Wald, wird beim Notruf der Rettungspunkt an den Disponenten auf der Leitstelle gemeldet.
Dieser kann dann sofort den Rettungspunkt in einer digitalen topografischen Karten aufrufen und den Notfallort im Wald lokalisieren.
Der Rettungspunkt wird dann an die Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst, First Responder, Feuerwehr etc. übermittelt.

Auf allen Rettungsmittel sind entweder die Rettungskarten des Einsatzbereiches vorhanden oder die Navigation erfolgt über das digitale Navigationssystem RescueTrack mit Unterstützung der Leitstellen.
Über RescueTrack kann die Leitstelle in Echtzeit die Standorte und Bewegungen der Einsatzfahrzeuge auf der Karte verfolgen und die Fahrzeuge so zum Rettungspunkt lotsen.
Am Rettungspunkt angekommen wird dann eine Tonfolge des Einsatzhorns (Martinhorn) laufen lassen. Die Waldarbeiter antworten mit einer Presslufthupe.
So können die Rettungskräfte den Weg zur eigentlichen Unfallstelle akustisch finden. Für den Fußweg abseits der Wege wird dann eine Trillerpfeife zur Orientierung benutzt.

Bei der Übung heute wurde diese Rettungskette komplett durchgespielt:
- Notruf eines Forstarbeiters über die Notrufnummer 112
- Annahme des "Notrufs" durch einen Disponenten der Leitstelle mit Abfrage der 5 W's:
  * Wo ist der Notfallort?  -  Rettungspunkt 5612-202
  * Was ist passiert?  -   Unfall bei Waldarbeiten, Kollege verletzt
  * Welchen Verletzungen? -  er hat sich das Bein gebrochen
  * Wie viele Verletzte?  -  nur der eine Kollege
  * Warten !
- Alarmierung First Responder und Rettungswagen DRK Augst
- Anfahrt in den Wald


First Responder PKW 6/17-1 und Rettungswagen 6/86-1 am Rettungspunkt 5612-202

Nachdem der Notruf im Leitstellensystem erfasst war, löste der Disponent einen Übungsalarm für die First Responder Gruppe Augst und den Rettungswagen der Schnell-Einsatz-Gruppe Augst aus
(dabei simulierte unser Rettungswagen den Rettungsdienst von der Wache Bad Ems und rückte daher erst mit einer Verzögerung von 8 Minuten aus).
In der Einsatzmeldung stand u.a. der Rettungspunkt 5612-202; dieser wurden in den Einsatzfahrzeugen im RescueTrack angezeigt.
Trotzdem suchten beide Besatzungen zunächst die Rettungskarte 5612 aus dem Alarmordner raus und darauf den Punkt 202.
Nach kurzer Orientierung erfolgte die Anfahrt dann aus Eitelborn über den Wirtschaftsweg "Erlenweg" Richtung Denzerheide, dann links ab zum Rettungspunkt 5612-136; weiter nach rechts um den "Heinzenberg" bis zum Zeil, dem Rettungspunkt 5612-202. Dort standen dann zwar mehrere PKW's der Forstamtsmitarbeiter, aber niemand war zu sehen.
Also gemäß "Rettungskette Forst": einmal "Tatü-Tata" - und prompt folgte die Antwort mit einer Pressluftfanfare ...
ganz in der Nähe, in einer Rückegasse versteckt, wurden die Forstleute dann schnell gefunden.
Der Rettungswagen traf etwa 10 Minuten nach dem First Responder ein.


6/86-1 und 6/17-1 am Rettungspunkt 5612-202

Insgesamt wurde die Rettungsübung von allen Beteiligten als sehr gelungen und erfolgreich angesehen.
Zum ersten Mal haben wir gemeinsam dieses Szenario beübt; bisher übte jeder (Forstamt und DRK Rettungskräfte) für sich.

(dw)

Kontakt



Unterkunft:
Augst Halle
Westerwaldstraße
56335 Neuhäusel

Postanschrift:
DRK Ortsverein Augst e.V.
Triftstraße 6
56337 Eitelborn

Telefon:  02620 - 95 19 433
Telefax:  02620 - 95 19 434
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